BIOGRAFIE

 

„Schmitt fand Farben, die das Staunen lehrten“ (Wiener Zeitung) 
 
ECHO-Preisträger Christian Schmitt ist einer der virtuosesten und charismatischsten Konzertorganisten seiner Generation und als Solist sowie als Begleiter international gefragt. Seine besondere Leidenschaft gilt dem großen romantischen Repertoire, doch sein künstlerisches Spektrum reicht weit darüber hinaus: Er musiziert auf historischen Orgeln in ganz Europa, hat Gesamtaufnahmen der Orgelkonzerte von Händel und Brixi vorgelegt und war in letzter Zeit u.a. erneut im Musikverein Wien, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, im Moskauer House of Music und im Konserthus Stavanger zu Gast. Der gebürtige Saarländer schöpft die Entwicklungen seines Instrumentes über die Jahrhunderte voll aus und beschäftigt sich intensiv mit zeitgenössischer Orgelmusik.
 
So spielt Christian Schmitt im April 2017 die Uraufführung des Orgelkonzerts von Toshio Hokosawa in der Kölner Philharmonie, gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern und ihrem neuen Chefdirigenten Jakub Hrůša. Bei diesem Orchester wirkt Schmitt seit September 2014 als Principal Organist und kuratiert in dieser Funktion auch die dortige Orgelreihe. In der Saison 2016/17 musiziert der Organist außerdem erstmals mit Kent Nagano in der Hamburger Elbphilharmonie, im Maison Symphonique Montréal sowie im Leipziger Gewandhaus unter Kristjan Järvi. 
 
Als einer der gefragtesten Konzertorganisten seiner Generation trat Christian Schmitt bisher u.a. bei den Salzburger Festspielen, beim Lucerne Festival, in der Tonhalle Zürich, der Philharmonie Berlin, der Kölner Philharmonie, im Leipziger Gewandhaus, Wiener Konzerthaus, Konzertsaal des Mariinsky Theaters St. Petersburg und im Wiener Musikverein auf. Als Solist musizierte er u.a. mit führenden Rundfunkorchestern (NDR, RSB, MDR, WDR, SR und RSO Wien), den Bamberger Symphonikern, der Camerata Salzburg und der Staatskapelle Weimar unter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Martin Haselböck, Marin Alsop, Cornelius Meister, Philippe Herreweghe und Giovanni Antonini. Einladungen als Continuo-Spieler führen ihn regelmäßig zu den Berliner Philharmonikern (Thielemann, Petrenko, Nelsons), dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR (Norrington) und zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (Blomstedt).
 
Dem Konzertpublikum ist der experimentierfreudige Organist und Bearbeiter außerdem durch facettenreiche kammermusikalische Programme bekannt, darunter Liederabende mit Magdalena Kožená, Michael Volle, Juliane Banse und Sibylla Rubens sowie Auftritte mit Instrumentalisten wie Hille Perl, Matthias Höfs, Reinhold Friedrich und Martin Grubinger.
 
Die 2014 erschienene CD Prayer mit Magdalena Kožená (Deutsche Grammophon) ist ein Höhepunkt in Schmitts über 35 Aufnahmen umfassenden Diskografie. Christian Schmitts Interpretation der Widor-Orgelsinfonien op. 42,3 und 69 mit den Bamberger Symphonikern (cpo) wurde 2013 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Für cpo arbeitet er an Gesamteinspielungen von Koechlin, Gubaidulina und Widor. Über die 2016 erschienene Aufnahme mit Werken von Joseph Jongen schrieb die Zeitschrift Concerti, Schmitt entlocke der Orgel der Philharmonie Luxemburg „alle denkbaren Farben und – fast mehr noch – viele Zwischentöne“. Die CD, entstanden mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern des SWR unter Martin Haselböck, sei „eine Werbung für Jongen – und die Interpreten“.
 
Christian Schmitt studierte an der Musikhochschule Saarbrücken sowie bei James David Christie in Boston (Vertiefung Alte Musik und historische Aufführungspraxis) und bei Daniel Roth in Paris (Spezialisierung französische Romantik und Moderne). An der Universität des Saarlandes belegte er außerdem Musikwissenschaft und Katholische Theologie. Neben seiner weltweiten Lehrtätigkeit war Christian Schmitt von 2010-2012 als Orgelsachverständiger beratend für die Sanierung der Orgel in der Berliner Philharmonie tätig, gehört internationalen Wettbewerbsjurys an und engagiert sich für das Musikvermittlungsprojekt Rhapsody in School.

 

 
 
 
 
 

 

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