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Christian Schmitt, KonzertorganistAusbildungDer deutsche Organist Christian Schmitt (*1976) studierte bei Leo Krämer an der Hochschule für Musik Saar, wo er 2001 das Kirchenmusikdiplom, 2002 die Konzertreife für Orgel (mit Auszeichnung) sowie 2003 das A-Examen für Kirchenmusik erwarb. Ein Auslandsstudium bei James David Christie am Boston Conservatory (USA) schloss er 2003 mit dem 'Artist Diploma' ab. Während seines Studiums in der Solistenklasse an der Musikhochschule Frankfurt a. M. (Abschluss 2007), das er als letzter Schüler von Daniel Roth absolvierte, erfolgte eine Spezialisierung auf das romantische und zeitgenössische Repertoire. Christian Schmitt besuchte Meisterkurse und nahm Privatunterricht bei Dame Gillian Weir (London), Margaret Phillips (London), Almut Rößler (Düsseldorf), Lionel Rogg (Genf), Franz Lehrndorfer (München), Piet Kee (Amsterdam), Lorenzo Ghielmi (Mailand), Zsigmond Szathmáry (Freiburg i. B.), Ludger Lohmann (Stuttgart), Martin Lücker (Frankfurt a. M.) Klemens Schnorr (Freiburg i. B.) und Wolfgang Seifen (Berlin). Er belegte zudem die Studiengänge Musikwissenschaft und Katholische Theologie an der Universität des Saarlandes. Stipendien, Wettbewerbe und AuszeichnungenDer Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, des Gerd-Bucerius-Stipendiums der Zeit-Stiftung, des Boston Conservatory, der Märkischen Kulturkonferenz und der Deutschen Stiftung Musikleben ist Preisträger bei mehr als zehn nationalen und internationalen Orgel- und Musikwettbewerben, so in Atlanta, Brügge, Calgary, Philadelphia und Rom. Beim 10. Internationalen Orgelwettbewerb 'Dom zu Speyer' (1997) erhielt er den 2. Preis, beim 12. Internationalen Bachwettbewerb Wiesbaden (1999) den 1. Preis samt Publikumspreis, beim 4. Internationalen Orgelwettbewerb in Tokio (2000) den Sonderpreis für Neue Musik und 2001 den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in Berlin. Im Jahr 2003 wurde ihm in Luzern als erstem Organisten der Solistenpreis der Europäischen Kulturstiftung 'Pro Europa' unter der Schirmherrschaft des Prinzen von Dänemark verliehen. Weltweite LehrtätigkeitSeit dem Sommersemester 2007 ist er Lehrauftragter für Instrumentalkorrepetition (Trompetenklasse Prof. Leiner) an der Hochschule für Musik Saar. An der Londoner Royal Academy of Music wird er 2009 zusammen mit Thomas Hammes, Solo-Trompeter des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR, einen Kurs für Orgel und Trompete leiten. In Verbindung mit dem Goethe Institut hat er im August 2008 eine vierwöchige Gastdozentur in Bogota übernommen, die er im Sommer 2009 zu einer Akademie mit den Professoren Wolfgang Seifen, Berlin, und Pascal Marsault, Toulon, ausweitet. Ebenfalls 2009 wird er Kurse in Cremona, Oklahoma, Madrid, Lissabon, Mexiko-Stadt und Rio de Janeiro geben. Frühere Lehrtätigkeiten führten ihn an die Musikhochschulen in Oslo, Seoul, Taschkent, Ljubljana, Boston (wo er auch als Assistent von James David Christie fungierte), Oberlin (Ohio) und Cornell (New York). Ferner unterrichtet er bei Förderkursen für Bundespreisträger des Wettbewerbs 'Jugend musiziert' und für 'Villa Musica' (Schloß Engers). JurytätigkeitNeben Konzerten und Lehre ist Christian Schmitt als Juror tätig: 2009 beim Bundeswettbewerb 'Jugend musiziert' und in Moskau beim Orgelfestival 'Soli Deo Gloria' unter dem Vorsitz von Hans-Ola Ericsson. Kirchenmusikalische TätigkeitenSchon als Jugendlicher übernahm er eine feste Organistenstelle an der Pfarrei St. Mauritius, Fremersdorf, und hatte sie über zwölf Jahre lang inne. In dieser Zeit begleitete er den Bau einer neuen Orgel und erwarb umfassende organologische Kentnisse. Nach der Aufahmen in die 'Bundesauswahl Konzerte junger Künstler' entschied er sich für das freiberufliche Arbeiten und übernahm kirchemusikalische Aushilfstätigkeiten am Berliner Dom (evang.) und der Jesuitenkirche Mannheim. Zudem ist er künstlerischer Leiter der Orgelkonzerte an der neuen Link-Orgel in Saarlouis-Fraulautern. KonzerttätigkeitIm Februar 2010 wird Christian Schmitt auf Einladung der Stiftung Berliner Philharmoniker das Abschlusskonzert der neuen Orgelreihe im großen Saal der Berliner Philharmonie spielen. Wenige Wochen zuvor, zum Abschluß des Jahres 2009, wird er gemeinsam mit dem Multi-Percussionisten Martin Grubinger in der Kölner Philharmonie auftreten. Darüber hinaus konzertiert Christian Schmitt regelmäßig in den großen Konzerthäusern und Kirchen in Europa, Asien und Nordamerika - so im KKL Luzern, in der Tonhalle Zürich, in der Viktoria Hall Genf, in der Berliner Philharmonie und dem Konzerthaus am Gendarmenmarkt, im Konzerthaus zu Wien und dem Stefaniensaal Graz, im Leipziger Gewandhaus, in der Kathedrale Reykjavik, der Musashino Hall Tokio sowie an den großen Orgeln von Atlanta, Boston, Calgary und Philadelphia. Er ist häufiger Gast angesehener Festivals wie Schleswig-Holstein, Bonn, Rheingau, Lockenhausen und Luzern und konzertierte im Rahmen des Staatsbesuches von Bundespräsident Johannes Rau in Australien und Neuseeland. Unter der Leitung von Dirigenten wie Marin Alsop, Andrey Boreyko, Claus Peter Flor, Michael Gielen, Reinhard Goebel, Roy Goodman, Günther Herbig, Marek Janowski, Nicol Matt, Sir Roger Norrington, Christoph Poppen und Johannes Wildner arbeitet Christian Schmitt regelmäßig mit Orchestern wie dem Berliner Sinfonieorchester, dem Orchester der Beethovenhalle Bonn, dem BundesJugendOrchester (BJO), dem Kammerorchester der Petersburger Philharmoniker, dem Prager Kammerorchester, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Ensemble Nexuspercussion, dem Collegium Instrumentale Brügge, dem Calgary Baroque Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem RSB Berlin sowie den Sinfonieorchestern des Norddeutschen Rundfunks, des Mitteldeutschen, des Saarländischen Rundfunks und des SWR Stuttgart. Ferner tritt er unter Dirigenten wie Nicol Matt, Hansjörg Albrecht und Macus Creed mit Chören wie dem RIAS-Kammerchor Berlin, der Kölner Kantorei, den Chören des BR,SWR und MDR, dem Münchener Bachchor und dem Chamber Choir of Europe auf. Als Mitglied der 'Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler' und gab mehrere Auslandskonzerte auf Einladung des Goethe-Instituts, darunter in Bogota, Oslo oder Kosice. Zu seinen kammermusikalischen Partnern zählen der Multi-Perkussionist Martin Grubinger, die Pianistin Kristin Merscher, die Cellisten Julius Berger, Sebastian Klinger und Gustav Rivinius, die Geigerin Tanja Becker-Bender, die Flötisten Tatjana Ruhland und Kersten McCall, der Posaunist Helge von Niswandt, die Trompeter Thomas Hammes, Matthias Höfs, Otto Sauter und Julian Sommerhalder sowie der Baßbariton Klaus Mertens und die Harfenistin Charlotte Balzereit. Ferner hat er im Zuge seiner Zusammenarbeit mit Orchestern mit Musikern wie Waltraud Meier, Anne Sophie Mutter, Dorothe Mields, Sibylla Rubens, Deborah York , Ruth Ziesak, Gidon Krämer, Michael Volle, James Taylor, Christoph Prégardien, Christian Elstner und Roman Trekel konzertiert. RepertoireChristian Schmitts Repertoire reicht von der Orgelliteratur vergangener Epochen bis zur Musik unserer Zeit, die er durch Uraufführungen der Werke von Guy Bovet (Auftragswerk des Luzern-Festivals 2004), Theo Brandmüller (Breitkopf, UA für die Bundesauswahl Konzerte junger Künstler), Friedrich Cerha (Attaca Reihe des SWR), Toshio Hosokawa (Schott, UA und Preis für Neue Musik in Tokio), Werner Jacob (EA in der Meistersingerhalle Nürnberg), Matthias Pintscher (Attaca Reihe des SWR), Iannis Xenakis (EA mit den Luxemburger Philharmonikern), Isan Yun (Bode) und Frank Zabel aktiv fördert. 2008 hat er in der Essener Philharmonie die Uraufführung eines Auftragswerks von Daniel Roth für Orgel, Klavier und Orchester mitgestaltet. 2009 wird er beim Stuttgarter Festival für Neue Musik 'Eclat' mit der Altistin Susanne Otto und Thomas Hammes, Solo-Trompeter des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR, ein Auftragswerk für Orgel, Trompete und Singstimme von Adriana Hölzky zur Uraufführung bringen. CDsDurch seine CD-Aufnahmen der letzten zwei Jahre hat er der Kenntnis der historischen Orgelliteratur bedeutende Impulse verliehen. Seine Ersteinspielung von Ton Koopmans historisch-kritischer Edition der Orgelkonzerte Georg Friedrich Händels, die 2005 in enger Kooperation mit dem Verlagshaus Breitkopf & Härtel erschien, fand in den deutschen Kulturmedien (HR4, FAZ) ein sehr positives Echo. 2006 trat seine Gesamteinspielung der Orgelkonzerte Franz Xaver Brixis auf Grundlage der erstmaligen historisch-kritischen Edition dieser Werke (Dr. Butz-Verlag) hinzu - darin enthalten die Ersteinspielung mehrerer kürzlich wiederentdeckter Konzerte des 'böhmischen Mozarts'. 2007 erfolgte die Gesamteinspielung der Orgelwerke von Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms auf historischen Instrumenten: an der historischen Stumm-Orgel der Abteikirche Bendorf-Sayn und an der neu restaurierten, 100-jährigen Link-Orgel der Stadtkirche Gingen. Als Interpretationen auf historischen Instrumenten stellen diese Einspielungen nennenswerte Bereicherungen der Brahms- und Beethovendiskographie dar. Seit 2008 erarbeitet Christian Schmitt als erster deutscher Organist eine historisch getreue Gesamteinspielung der zehn Orgelsinfonien sowie der Werke für Orgel und Orchester von Charles Marie Widor. Sie erfolgt auf authentischen Cavaillé-Coll-Instrumenten in Frankreich erfolgen. Der Notentext beruht auf einer historisch-kritischen Betrachtung der Widor'schen Werküberlieferung wie auch der Erkenntnisse der neueren wissenschaftlichen Editionen, insbesondere jener John Nears. Im Jahr 2009 spielt er auf verschiedenen historischen Instrumenten das Orgelwerk von Johann Pachelbel auf Grundlage der ersten wissenschaftlich fundierten Gesamtausgabe von Michael Belotti ein. In Kooperation mit dem Schott-Verlag wird er zudem die erste Gesamteinspielung des Orgelwerks des französischen Komponisten Charles Koechlin aufnehmen - an der neuen Goll-Orgel der Marktkirche Hannover. Neben solchen historisch-forschenden Einspielungen setzt Christian Schmitt immer wieder deutliche Zeichen für ein Orgelspiel, das Tradition und Gegenwart des Instrumentes vereint, indem er bewährte Repertoire-Elemente auf innovative Weise mit neuen verknüpft. So fand seine Interpretation von Samuel Barbers moderner 'Toccata Festiva', der Auftragskomposition 'Touching Colours' (Frank Zabel) und der weithin bekannten 'Orgelsinfonie' Camille Saint-Saëns' innerhalb einer einzigen CD (RSO Saarbrücken, Ltg. Johannes Wildner) große Beachtung. Zu seinen diskographischen Aufgaben gesellen sich regelmäßige Aufnahmen für Rundfunk (mit sämtlichen ARD-Landesanstalten, Deutschlandfunk, Deutsche Welle, Radio France, DRS 2, CBC, Atlanta Radio) und Fernsehen (ARTE, ZDF, SR, SWE, MDR, ORF und 3Sat). Kammerorchester 'Europäische Kammersolisten'Neben seinen künstlerischen und pädagogischen Aktivitäten hat Christian Schmitt das Kammerorchester 'Europäische Kammersolisten' gegründet, dem er als künstlerischer Leiter bei Konzerten und CD-Produktionen vorsteht. Mit diesem Orchester entstanden inzwischen über zehn CDs, darunter die Violinkonzerte Tomaso Albinonis (mit Tanja Becker-Bender), Gesamtaufnahmen der Trompetenkonzerte Giuseppe Torellis, der Motetten Johann Sebastian Bachs, der Konzertarien für Sopran W. A. Mozarts sowie dessen Oper 'Apollo und Hyazinth' und des 'Lieds von der Erde' Gustav Mahlers in der Kammerorchesterfassung Arnold Schoenbergs. AgenturAls einziger deutscher Organist wurde Christian Schmitt weltweit durch die Wiener Agentur Dr. Raab & Dr. Böhm vertreten. Seinem dortigen Agenten Mark Stephan Buhl blieb er auch nach dessen Schritt in die Selbständigkeit verbunden. Zudem wird er durch die Berliner Agentur 3-Klang vertreten. |
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