Christian Schmitt, Konzertorganist

Lebenslauf

Christian Schmitt (*1976) studierte an der Hochschule für Musik des Saarlandes (Kirchenmusik A), am Boston Conservatory (USA) bei James David Christie (Artist Diploma) und an der Frankfurter Musikhochschule bei Daniel Roth (Konzertexamen). Der Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Deutschen Stiftung Musikleben ist Preisträger bei mehr als zehn nationalen und internationalen Orgel- und Musikwettbewerben, so in Atlanta, Brügge, Calgary, Philadelphia und Tokio wie auch 2001 beim Deutschen Musikwettbewerb. 2003 wurde er als erster Organist mit dem Solistenpreis der Europäischen Kulturstiftung „Pro Europa“ ausgezeichnet.

Christian Schmitt konzertiert regelmäßig in den großen Konzerthäusern und Kirchen Europas, Asiens und Nordamerikas – darunter im KKL Luzern, in der Tonhalle Zürich, im Berliner Konzerthaus und der dortigen Philharmonie, im Konzerthaus Wien und im Leipziger Gewandhaus. Dabei spielt er mit Kammerorchestern wie dem Prager oder Stuttgarter, mit bedeutenden Sinfonieorchestern wie jenen des NDR, MDR, SR bzw. RSB und mit Künstlern wie Juliane Banse, Sibylla Rubens, Martin Grubinger, Michael Gielen, Wen-Sinn Yang, Marek Janowski, Sir Roger Norrington oder Christoph Poppen.

In der kommenden Spielzeit gibt er sein Debut in der Kölner Philharmonie und spielt auf Einladung der Stiftung Berliner Philharmoniker das Abschlusskonzert der neuen Orgelreihe im großen Saal der Berliner Philharmonie.

Christian Schmitt hat einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Saar inne und nimmt regelmäßig Gastdozenturen an Musikhochschulen in Oslo, Mexiko, Moskau, Seoul, Taschkent, Cremona, Ljubljana, Boston und – zum wiederholten Male – in Bogota wahr. Er gehört den Jurys des Bundeswettbewerbs „Jugend Musiziert", des Wettbewerbs „Soli Deo Gloria" in Moskau und, im Jahr 2010, des Deutschen Musikwettbewerbs an.

Seine Diskographie umfasst über 15 CD-Einspielungen und Rundfunkeinspielungen mit allen Rundfunkanstalten der ARD. Durch seine Aufnahmen von modernen, wissenschaftlichen Gesamtausgaben der Werke G.F. Händels (Hg. T. Koopman) und F.X. Brixis (Butz-Verlag) fördert er ein Orgelspiel, das die Erträge der musikwissenschaftlichen Forschung mit der musikalischen Praxis vereint. Seit 2008 spielt er mit den Bamberger Symphonikern mehrere Werke Charles-Marie Widors für Orgel und Orchester ein. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Label cpo entstehen derzeit weitere Gesamteinspielungen, so Koechlin, Widor und Pachelbel (Hg. M. Belotti).

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