HISTORISCHE ORGELN


Christian Schmitt spielt ein ausgewähltes Repertoire regelmäßig auf historischen Orgeln. Dabei werden die musizierten Werke und die Instrumente möglichst weitgehend aufeinander abgestimmt. 2013 entstehenCD-Aufnahmen an der Orgel der Klosterkirche Rheinau (Schweiz) mit Werken von Johann Pachelbel und an der historischen Orgel in Duderstadt Friedrich Wilhelm Zachow, dem Lehrer Georg Friedrich Händels. Die Pachelbel-Einspielungen im Kloster Rheinau sind Teil eines groß angelegten Projekts im Rahmen der Kritischen Ausgabe aller Werke für Tasteninstrumente durch Michael Belotti, an dem auch die Organisten James David Christie (Boston) und Jürgen Essl (Stuttgart) mitwirken.

 

Die wichtigsten historischen Orgeln, auf denen Christian Schmitt musiziert, sind:


Duderstadt, Creutzburg (1733-35)

ebersmuenster.gifIn der Fachwerkstadt Duderstadt im Eichsfeld, östlich von Göttingen, ist ein echtes Orgeljuwel zu entdecken. Das 1733-35 von Johannes Creutzburg erbaute Instrument wurde 2003-06 von der Fa. Hermann Eule Orgelbau umfassend restauriert. Die wichtigste Aufgabe der Restaurierung war das Rücksortieren der im Laufe der Umbauten auf falsche Stellen geratenen Pfeifen und das Zuordnen der Pfeifen zu den Baustufen 1735, 1823 und 1859. Nur damit war eine Annäherung an das alte Klangbild möglich. Der technische Unterbau einschließlich der Balganlage wurde nach Creutzburg-Vorlagen rekonstruiert. (Quelle: ►Website Euler)

 

Kloster Rheinau, Leu (1711-15)

ebersmuenster.gifDie barocke Klosterkirche Rheinau bei Schaffhausen entstand 1705-1710. Die neue Hauptorgel wurde erst 1711-1715 erstellt. Sie ist das einzige in wesentlichen Teilen erhaltene Werk des aus Augsburg stammenden Orgel- und Instrumentenmachers Johann Christoph Leu (1675-1749). Er erweiterte die zunächst zweimanualig konzipierte Orgel nachträglich um ein drittes Manual. Der Umbau durch Friedrich Haas 1840/41 mit seinen zahlreichen Dispositionsänderungen verwandelte die barocke Orgel in ein frühromantisches Instrument. Nach einer Restaurierung im Sinne der damals noch jungen Orgelbewegung 1941 erfolgte 1988-1990 eine nochmalige, nun besser fundierte Restaurierung. Da bereits die Arbeiten von 1941 die Haas-Bestände weitgehend eliminiert hatten, blieb nur eine Wiederherstellung des Zustandes von 1715 (mit Oberwerk) möglich. (Quelle: ►Kuhn Orgelbau)

 

Ebersmünster, Silbermann (1732)

ebersmuenster.gif Die Silbermann-Orgel in Ebersmünster ist eines der am besten erhaltenen Instrumente jener Zeit in ganz Frankreich. 1732 wurde es von André Silbermann und seinem Sohn Jean-André im elsässischen Ebersmünster vollendet. Als Christian Schmitt diese Orgel während einer Studienexkursion kennenlernte, war er sofort fasziniert vom Klang dieses tief gestimmten Instruments (A=392), und so folgte er 2010 gerne der Einladung zu einem Konzert in Ebersmünster. Auf dem Programm standen Werke des französischen Barockrepertoires und von C.P.E. Bach. ►Mehr zu dieser Orgel (auf Französisch).

 
 
 
 

Mariana, Arp-Schnitger (1701)

mariana.gifEs ist nicht gemeinhin bekannt, dass in Südamerika zur Kolonialzeit zahlreiche bedeutende Orgeln „importiert“ oder gebaut wurden. Bei der Besiedelung des Südens der Neuen Welt brachten Spanier und Portugiesen die weltliche und kirchliche Musik des Abendlandes mit. Zu ihrer Ausübung entstanden interessante Instrumente, so auch in der Kolonialstadt Mariana, deren Kathedrale seit 1701 ein Instrument des berühmten Hamburger Orgelbauers Arp Schnitger beheimatet. Im Jahre 2001 wurde die Orgel nach höchsten internationalen Maßstäben durch den schweizer Orgelbauer Bernhard Edskes restauriert. Für sein Konzert im Sommer 2012 wählte Christian Schmitt ein Programm, das Kompositionen vorbarocker Komponisten wie J.P. Sweelinck, G. Gabrieli, T. Merual und Werke von D. Buxtehude sowie J.S. Bach umfasste. ►Orgelinformationen.

 

 

Riga, Walcker (1884)

riga.gifDass das Baltikum viele Spuren deutscher Geschichte aufweist, zeigt sich auch in der Musik. So steht die bedeutendste Orgel der deutschen Orgelromantik in der Kathedrale der lettischen Hauptstadt Riga: Ein 1884 von Walker & Söhnen errichtetes Instrument, das damals das größte der Welt war. In täglichen Konzerten begeistert das Instrument noch heute - und für Christian Schmitt erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch, als die Veranstalter ihn einluden. Die deutsche Botschaft in Riga unterstützte das Konzert, dessen Programm unter anderem das „Ad nos ad salutarem undam“ von Franz Liszt (1811-1886) in der Orginalfassung umfasste. ►Orgelinformationen.

 


Weitere gespielte Orgeln: